Am vierten Spieltag ging es zum Aufsteiger aus der B2a dem SC Heilsbronn.

Auf dem Papier waren wir klarer Favorit, da wir an fast allen Brettern die bessere DWZ aufwiesen. Nur Erik, der sein Debüt in der zweiten Mannschaft gab, hatte einen etwa 160 DWZ-Punkte stärkeren Gegner.

Nach zwei Stunden sah es günstig für uns aus. Ich hatte einen Bauern mehr, Ivi viel Initiative und Csaba eine Figur für zwei Bauern. Lediglich Alex Stellung schien schlechter zu sein.

Wie dicht Freud und Leid beieinander liegen konnte ich dann allerdings in meiner Partie erleben. In dieser hatte ich schon nach 13 Zügen eine gewonnene Stellung (+3) und alles schien nur noch eine Frage der Technik zu sein. Allerdings wählte ich dann nicht die optimale Technik, so dass ich zwar immer noch Vorteil hatte, der aber immer kleiner wurde. Dann folgte noch ein grober Fehler von mir, den mein Gegner sofort nutzte und mich anscheinend zwang Dauerschach zu geben. Deshalb bot er Remis an. Glücklicherweise nahm ich das Remisangebot enttäuscht an. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass meine Stellung klar verloren war.

Etwa 20 Minuten später hellte sich dann meine Stimmung aber wieder auf. Erst gewann Bagrat in arger Zeitnot seines Gegners die gegnerische Dame, dann schlug Ivis Angriff ebenfalls mit Damengewinn durch und schließlich stellte Helmars Gegner seine Figuren etwas ungünstig, so dass auch Helmar die Dame des Gegners gewinnen konnte. So führten wir nach drei Stunden mit 3½-½.

Bei Erik stand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel und bei Martin ein Damenendspiel auf dem Brett. Bei Csaba hatte sich in der Zwischenzeit wenig getan. Die Mehrfigur kam noch nicht zur Geltung. Alex Stellung war weiterhin schwierig, allerdings hatte sein Gegner schon Möglichkeiten ausgelassen, die Partie mittels eines Königsangriff frühzeitig zu entscheiden.

Kurz darauf gab es den Friedensschluss bei Martin und auch Erik, der es zwischendurch scheinbar für seinen Kapitän etwas spannender machen wollte, vereinbarte Remis mit seinem Gegner. Somit stand der Mannschaftssieg bereits fest.

Das meine Bewertungsfunktion an diesem Tag einen Knacks hatte, zeigte sich an den letzten beiden Partien. Ich schätzte Alex Stellung (ungleichfarbige Läufer mit einem Minusbauern) auf Remis und zitterte mächtig, ob Csaba den Angriff auf seinen König (trotz Mehrfigur) überlebt. Damit lag ich zweimal falsch.

Am Ende verteidigte sich Csaba trotz Zeitnot umsichtig und schloss die Partie seinerseits mit einem überzeugenden Königsangriff ab. Alex musste sich letztendlich doch der überzeugenden Endspielleistung seines Gegners beugen.

So lautete das Resultat am Ende 5½-2½ für uns.

SC Heilsbronn 1 - SKH 24. RundeTabelle
SC Heilsbronn 1 SK Herzogenaurach 2 2½ – 5½
1 Planner, Jörg 2048 Sattler, Stefan 2110 ½ – ½
2 Münster, Erich 1976 Steinmüller, Alexander 1992 1 – 0
3 Horneber, Thomas 1883 Sarec, Ivica 2026 0 – 1
4 Münster, Manfred 1870 Bock, Helmar 2051 0 – 1
5 Röschinger, Udo 1790 Ter-Akopyan, Bagrat 1989 0 – 1
6 Wiedemann, Jan 1636 Seregelyes, Csaba 1967 0 – 1
7 Lunz, Dieter 1833 Glitz, Martin 1993 ½ – ½
8 Schiefer, Peter 1880 Zeilinger, Erik 1717 ½ – ½
SC Heilsbronn 1 SK Herzogenaurach 2 2½ – 5½
SK Neumarkt 1 SC Heideck-Hilpoltstein 1 5 – 3
SpVgg Zabo-Eintracht Nürnberg 1 SC Bechhofen 1 5½ – 2½
SK Nürnberg 1 SC Erlangen 3 4½ – 3½
SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach 1 SV Lauf 1 4 – 4
Rang Mannschaft MP BP
1. SK Herzogenaurach 2 8 – 0 22,5 – 9,5
2. SK Neumarkt 1 6 – 2 18,5 – 13,5
3. SV Lauf 1 5 – 3 20,0 – 12,0
4. SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach 1 5 – 3 16,0 – 16,0
5. SpVgg Zabo-Eintracht Nürnberg 1 4 – 4 16,5 – 15,5
6. SC Heideck-Hilpoltstein 1 4 – 4 14,0 – 18,0
7. SC Erlangen 3 2 – 6 15,0 – 17,0
8. SC Bechhofen 1 2 – 6 13,5 – 18,5
9. SC Heilsbronn 1 2 – 6 13,0 – 19,0
10. SK Nürnberg 1 2 – 6 11,0 – 21,0

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