Für die Saison 2021/22 hat der Schachklub Herzogenaurach vier Herrenmannschaften neben drei Jugendteams gemeldet.

Den Saisonauftakt in der Bezirksliga 2A bestritt die dritte Mannschaft. Sie war von der Kreisliga 1 aufgestiegen und galt für die Gäste aus Fürth beim Heimkampf im Klublokal als „Underdog“. In Bestbesetzung wollte Mannschaftsführerin Stefanie Steinmüller antreten, doch nach und nach sagten vier Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen Ihre Teilnahme ab.

Sie musste daher aus der vierten Mannschaft vier Spieler rekrutieren, was für Team 3 eine deutliche Schwächung bedeutete. Doch auch die Schachfreunde Fürth brachten vier Ersatzleute zum Einsatz, deren DWZ-Auswertungen allerdings weit über dem Level der einheimischen Spieler lag. Die Gäste aus Fürth spielten vor Jahren bereits in der bayerischen Landesliga, in der Liga, in der die erste Mannschaft des Schachklubs momentan spielt. Daher war eine deutliche Klatsche zu erwarten, doch die Herzogenauracher wehrten sich tapfer und die Klatsche hielt sich mit 3:5 in engen Grenzen.

An Brett 1 spielte der noch wertungslose Max Beetz und machte seine Sache gut. Mit den schwarzen Steinen spielend gelang es Ihm, dem starken Thomas Dittmar Paroli zu bieten. In einem zähen Positionskampf erlangte Max schließlich einen geringfügigen Vorteil und zwang letztendlich den Fürther zur Aufgabe.

Einen schweren Stand hatte Steffi Steinmüller an Brett 2. Gegen den „Schachfuchs“ Thomas Kirbach hielt Sie die Stellung lange in der Waage, musste aber im Endspiel die Überlegenheit Ihres Kontrahenten anerkennen und die Partie schweren Herzens aufgeben. Hätte Sie die letzte Partie des Tages gewonnen, wäre das Mannschafts-Remis und die unerwartete  Überraschung perfekt gewesen. Aber leider musste Sie Ihren König umlegen.

Aurel Ianosiu ließ sich von Heinz Thiele nicht überraschen und konnte gegen den ca. 160 DWZ-Punkte besseren „Schachhaudegen“ ein Unentschieden an Brett 3 erreichen. Noch ist Robin Sattler nicht soweit, dass er gegen einen weiteren „Haudegen“ gewinnen kann. An Brett 4 kam er gegen Peter Nickmann, dem Gäste-Mannschaftsführer, unter die Räder und verlor.

An den Brettern 5 bis 8 saßen die Ergänzungsspieler aus Team 4. Horst Habermann zwang sein Gegenüber Alex Hinzmann an Brett 5 nach einigen Überraschungszügen zur Aufgabe. Neben Ihm an Brett 6 spielend gelang Klaus Schoebel dieses Kunststück nicht. Im Endspiel strich er nach einem zwischenzeitlichen Bauernverlust die Segel. Auch Ivo Nenntwich musste die Überlegenheit von Tobias Holzschuh auf Fürther Seite anerkennen und aufgeben. Aber an Brett 8 gelang Manfred Götz eine faustdicke Überraschung. Mehr als 600 DWZ-Punkte mehr auf dem Konto konnte der Fürther Oliver König aufweisen. Doch Ihm gelang es nicht, Schwächen in der Stellung des Herzogenaurachers aufzuweisen und beide vereinbarten schließlich das zweite Unentschieden des Tages.

Nach Runde 1 steht nun SKH 3 auf Tabellenplatz 5 des Achterfeldes. Wenn die Stammspieler, die diesmal fehlten, wieder antreten können, ist mit weiteren Überraschungen zu rechnen.

SKH 3 - SF Fürth 11. RundeTabelle
SK Herzogenaurach 3 SF Fürth 1 3 – 5
1 Beetz, Maximilian Dittmar, Thomas 1867 1 – 0
2 Steinmüller, Stefanie 1802 Kirbach, Thomas 1840 0 – 1
3 Ianosiu, Aurel Ionut 1760 Thiele, Heinz 1921 ½ – ½
4 Sattler, Robin Lee 1424 Nickmann, Peter 1895 0 – 1
5 Habermann, Horst 1684 Hinzmann, Alexander 1743 1 – 0
6 Schoebel, Klaus 1488 Witkowski, Tomasz 1892 0 – 1
7 Nenntwich, Ivo 1448 Holzschuh, Tobias 1716 0 – 1
8 Götz, Manfred 1268 König, Oliver 1878 ½ – ½
SK Herzogenaurach 3 SF Fürth 1 3 – 5
SK Rothenburg 2 SG Büchenbach/Roth 2 5 – 3
SC Heideck-Hilpoldstein 1 SV Bubenreuth 1 2½ – 5½
SG Ansbach/Bad Windsheim 1 SGem 1882 Fürth 2 6 – 2
Rang Mannschaft MP BP
1. SG Ansbach/Bad Windsheim 1 2 – 0 6,0 – 2,0
2. SV Bubenreuth 1 2 – 0 5,5 – 2,5
3. SK Rothenburg 2 2 – 0 5,0 – 3,0
3. SF Fürth 1 2 – 0 5,0 – 3,0
5. SK Herzogenaurach 3 0 – 2 3,0 – 5,0
5. SG Büchenbach/Roth 2 0 – 2 3,0 – 5,0
7. SC Heideck-Hilpoldstein 1 0 – 2 2,5 – 5,5
8. SGem 1882 Fürth 2 0 – 2 2,0 – 6,0

Zum Ligamanager