Seit der Saison 2013/14 bilden die Schachvereine aus Ansbach und Bad Windsheim eine Spielgemeinschaft. „Gemeinsam mehr erreichen“ ist die Devise auf Ihrer Homepage. Mit der ersten Garnitur trat die SG in Herzogenaurach gegen Team III der Gastgeber an.

An Brett 2 haben die Gäste einen brillanten Jugendspieler aufgestellt. Markus Albert hat mit 15 Jahren bereits eine DWZ (Deutsche Wertungszahl) von über 2000 und ist Deutscher Jugend-U14-Meister 2020. Auch Herzogenaurach hat ein Juwel in seinen Reihen, allerdings ist Maximilian Beetz schon etwas älter und hat noch keine Wertungszahl.

Beide Jugendliche gewannen Ihre Partien. Gegen die Herzogenauracher Teamchefin Stefanie Steinmüller wählte der Ansbacher Jungstar die Russische Eröffnung. Lange war die Partie ausgeglichen. Doch in Zeitnot unterlief Steinmüller ein fataler Fehler: anstatt Remis durch Dauerschach zuzulassen, stellte Sie Ihre Dame ein.

Eine völlig andere Eröffnung wählte Max Beetz. Nach acht Zügen war eine fast identische Stellung an Brett 1 erreicht. Gegen Alexander Stuhl gelang es Max, eine Linie zu öffnen, mit einem Turm in die gegnerische Stellung einzudringen und eine Figur zu erobern. Danach ließ sich das einheimische Jungtalent das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen.

Aurel Ianosiu ärgerte sich nach Ende seiner Partie. Er hatte gegen den erfahrenen Gerd Fischer im Mittelspiel einen Bauern erobert. Leider fand er keinen Gewinnweg und musste schließlich in ein Unentschieden im Endspiel einwilligen.

Keinen Spielpartner hatte Uwe Peter. Der Ansbacher René Rieber konnte keinen Impfnachweis vor Spielbeginn erbringen und musste kampflos die Partie aufgeben. Ebenfalls kampflos war die Partie an Brett 6, da Manfred Götz auf Herzogenauracher Seite krankheitsbedingt ausfiel.

Man merkt Horst Habermann inzwischen seine 73 Jahre an. Der 1.Vorsitzende hatte mit Norbert Müller einen jüngeren Gegenspieler an Brett 5 sitzen, der ein Remisangebot von Habermann ablehnte und seine Erfahrung im Endspiel ausspielte. Sein Springer erwies sich dem Läufer des Herzogenaurachers gegenüber als vielseitiger einsetzbar. Als es dem ehemaligen Nürnberger Spitzenspieler mit seinem König gelang, in die gegnerische Stellung einzudringen, legte Habermann nach 54 Zügen seinen König um. Um ca. 150 DWZ im Ranking niedriger als Müller wird Habermann durch diese erneute Niederlage in der Bezirksliga II seine Wertungszahl weiter verschlechtern.

Dass man im Alter durchaus noch gut Schach spielen kann, bewies der 81-jährige Sieghard Woydig. Kurzfristig nachnominiert, war er nach 60 Zügen gegen den ca. 40 DWZ-Punkten besser eingestuften Dominik Pelzer erfolgreich.

Erneut hatte Teamchefin Steffi Steinmüller notgedrungen vier Ergänzungsspieler in die Mannschaft berufen müssen. Darunter das jüngste Mitglied David Seregelyes. Der Vierzehnjährige hatte es bei seiner Premiere in einer Herrenmannschaft mit dem ca. 500 DWZ-Punkten stärkeren David Wendel zu tun. Relativ bald stand der Ansbacher mit zwei Mehrbauern auf der Siegerstraße und der Herzogenauracher Nachwuchsspieler konnte das Matt im 44.sten Zug nicht mehr verhindern.

SKH 3 - SG Ansbach/Bad Windsheim 14. RundeTabelle
SK Herzogenaurach 3 SG Ansbach/Bad Windsheim 1 3½ – 4½
1 Beetz, Maximilian Stuhl, Alexander 1958 1 – 0
2 Steinmüller, Stefanie 1802 Albert, Markus 2004 0 – 1
3 Ianosiu, Aurel Ionut 1760 Fischer, Gerd 1921 ½ – ½
4 Peter, Uwe 1694 Rieber, René 1795 + – –
5 Habermann, Horst 1686 Müller, Norbert 1833 0 – 1
6 Götz, Manfred 1225 Auth, Bernhard 1703 – – +
7 Seregelyes, David 1265 Wendel, David 1757 0 – 1
8 Woydig, Sieghard 1545 Pelzer, Dominik 1588 1 – 0
SK Herzogenaurach 3 SG Ansbach/Bad Windsheim 1 3½ – 4½
SF Fürth 1 SV Bubenreuth 1 – – –
SG Büchenbach/Roth 2 SGem 1882 Fürth 2 2 – 6
SK Rothenburg 2 SC Heideck-Hilpoltstein 1 3 – 5
Rang Mannschaft MP BP
1. SG Ansbach/Bad Windsheim 1 8 – 0 21,5 – 10,5
2. SC Heideck-Hilpoltstein 1 6 – 2 18,0 – 14,0
3. SK Rothenburg 2 5 – 3 17,0 – 14,0
4. SGem 1882 Fürth 2 4 – 4 16,0 – 16,0
5. SF Fürth 1 4 – 2 13,0 – 11,0
6. SV Bubenreuth 1 3 – 3 13,0 – 11,0
7. SK Herzogenaurach 3 0 – 8 11,5 – 19,5
8. SG Büchenbach/Roth 2 0 – 8 9,0 – 23,0

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